ess.jpg

Marktsituation Executive Search Q I | 2010

  • Maue Zeiten am Arbeitsmarkt für Banker und Finanzexperten: Die Zahl der offenen Stellen in der Branche ist im vergangenen Jahr in Deutschland im Durchschnitt um ein Fünftel gesunken. Der Handelsblatt-Frax, der Arbeitsmarktindex für Banking & Finance, den das Handelsblatt in Kooperation mit der Frankfurt School of Finance and Management monatlich ermittelt, sackte im Dezember auf 67,7 und damit fast auf seinen niedrigsten Stand. (Quelle: Handelsblatt 14.1.2010) Der letzte Indexstand nahe den 100% liegt mit 98,9% im September 2008. Seit dem Herbst 2008 hat sich das Angebot an offenen Stellen in der Bankenindustrie um ca. 1/3 verringert.
  • Die „überall gefühlte Unsicherheit" entfacht einerseits das Wechselinteresse der kleinen, flexiblen Leistungsspitze („moving assets") und der vom Verlust der Arbeitsplatzes bedrohten Beschäftigten und andererseits auch Karrierefantasien der größeren Gruppe der unbeweglichen, überwiegend durchschnittlichen Beschäftigten.
  • Viele Kandidaten sind bei Jobangeboten außerordentlich zögerlich. Einige der suchenden Beschäftigten aus den Finanzdienstleistungsbranchen und den automobilnahen Industrien, die ihren Job - krisenbedingt - verloren haben, oder sehr wahrscheinlich verlieren werden, sind mittlerweile bereit, über Karriereangebote aus anderen Branchen intensiv nachzudenken.
  • Der Kampf um die Talente nimmt weiter an Härte zu: Top-Talente suchen zunehmend den Einstieg bei Arbeitgebern, die bisher nicht auf den Listen der Top-Arbeitgeber standen.
  • Die Zahl der hoch qualifizierten und mobilen (Senior) Professionals nimmt signifikant ab.
  • Headhunter bieten ein differenziertes Bild: einige der großen, internationalen Namen verzeichnen 2009 sehr deutliche Umsatzrückgänge (teilweise mehr als 60%) und bauen drastisch Personal ab oder verlassen den Markt.
  • Kleine eigentümergeführte Headhunter passen ihre Kosten- und ihre Dienstleistungsstruktur an und werden die Krise sicher überstehen.